Rückblick 2017

Seit Beginn des Projektes im August 2017 wurden im Rahmen der Öffentlicheitsarbeit bereits einige Aktionen und Veranstaltungen wie z.B. symbolische Baumpflanzungen und Obstschnittkurse durchgeführt.


1. Symbolische Baumpflanzung in Werdohl

22. Sauerländer Apfelfest Werdohl © Fatma Yıldırım
22. Sauerländer Apfelfest Werdohl © Fatma Yıldırım

17. Oktober 2017 - Nicht gerade ergiebig fiel die diesjährige Apfelernte aus. Dennoch hatte die mittlerweile 22. Auflage des Sauerländer Apfelfestes für alle großen und kleinen Besucher viel zu bieten. Landwirt Christian Crone und dessen Familie sind wieder Hauptorganisator der beliebten Großveranstaltung in Werdohl-Dösseln.

Mit dem Startschuss zum diesjährigen Apfelfest erfolgte zeitgleich der Start für das landesweite Projekt Netzwerk „Streuobstwiesenschutz.NRW“. Daran beteiligt sind die Naturschutzverbände NABU, die Landesgemeinschaft Natur- und Umweltschutz sowie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und nicht zu vergessen die Landwirtschaftsverbände des Rheinlandes und Westfalens. Gemeinsam will man sich für den Schutz, Erhalt, Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen einsetzen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) führte zunächst eine digitale Luft- und Satellitenauswertung zu den Streuobstwiesenflächen durch. Über eine neu entwickelte App des LANUV können die erfassten Daten gleich per Smartphone für die Planung von Pflegemaßnahmen oder Neupflanzungen genutzt werden. Die Verifizierung der Flächen erfolgt nun durch die Unteren Naturschutzbehörden mit Unterstützung der Biologischen Stationen und der Kooperationspartner des Projektes Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW.

Neben zahlreichen Besucheraktionen und mehreren Obstbaumschnittvorführungen auf den Obstwiesen vom Hof Crone wurde zum historischen Auftakt des Projektes „Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW“ ein Obstbaum der Sorte „Westfälischer Frühapfel“ gepflanzt. Ein Grund mehr das 23. Sauerländer Apfelfest im nächsten Jahr wieder zu besuchen.


Neue Streuobstwiese mit 74 hochstämmigen Obstbäumen

Baumpflanzung © Hubert Lemken
Baumpflanzung © Hubert Lemken

Der Verein der Landschaftspflege im Kreis Kleve e.V. (LiKK) hat sich den Schutz und die Neuanlage von Streuobstwiesen im Kreis Kleve auf die Fahnen geschrieben und ist hier beratend tätig. Die rund 30 Hektar Streuobstwiesen werden zusammen mit zwei regionalen Schäfern und einigen Vereinsmitgliedern aktiv bewirtschaftet. Neben der fachlichen Streuobstwiesenberatung veranstaltet der Verein auch zahlreiche Events und Seminare u.a. mit Qualifizierung in Sachen Obstbaumschnitt, Veredlung etc.

Im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion in Straelen nahe der niederländischen Grenze wurde im November 2017 vom Verein (LiKK) eine neue Streuobstwiese mit 74 hochstämmigen Obstbäumen (vorwiegend mit alten Sorten) neu angelegt. Die bei der Pflanzung anwesenden Kursteilnehmer haben an den Bäumen gleich den fachgerechten Pflanzschnitt ausführen dürfen. So freuten sich dann auch die Vertreter Stadt Straelen ca. 1,5 Hektar Streuobstwiese, komplett und fachgerecht bearbeitet, mit Verbissschutz, Pflanzschnitt und dauerhaften Sortenschildern von der LiKK zurück zu erhalten.

Alle Beteiligten nahmen viele wertvolle Tipps und Eindrücke mit nach Hause. Die hier nun gepflanzten Obstsorten mit den klangvollen Namen, wie beispielsweise Kaiser Wilhelm, Eifeler Rambur, Gewürzluiken, Brettacher, Roter Boskoop (alles Apfelsorten) sowie Köstliche von Charneux, Frühe von Trevoux (alles Birnensorten) und Bühler Frühzwetsche (Zwetsche) und Königin Victoria (Pflaume) etc. werden wieder entdeckt und sicherlich geschmacklich regionales Interesse wecken.


Bildungsmaßnamen für nachhaltige Entwicklung

Obstbaumschnitt © Sevil Yıldırım
Obstbaumschnitt © Sevil Yıldırım

Im Rahmen der Bildungsmaßnamen für nachhaltige Entwicklung (BNE) lädt das Naturschutzzentrum in Bruchhausen ganzjährig Jugendliche und Erwachsene zu Veranstaltungen rund um die dortige mittlerweile ausgezeichnete Streuobstwiese ein. Mit rund 30 hochstämmigen Obstbäumen unterschiedlichster Sorten sowie einer Unternutzung durch Schafbeweidung bietet diese den stattfindenden Veranstaltungen einen passenden Rahmen.

So wurden beispielsweise im November und Dezember 2017 den Kursteilnehmern Obstbaumschnittkurse mit einem sehr ausführlichen Theorie- und Praxisteil für das Thema „Obstbaumpflege im weitesten Sinne“ angeboten. Zu den Kursthemen gehörten u.a. die Behandlung junger und mittelalter Obstbäume, die physiologischen Grundlagen von Schnitt und Erziehung sowie die Beachtung der Wachstumsgesetze für Kronenaufbau und spezifische Baum- und Erziehungsformen. Ausführlich angesprochen wurden ebenfalls die Bodenbeschaffenheit, Bodenpflege und die richtige Düngung, ein artgerechter Pflanzenschutz, Förderung der Baumgesundheit und Vitalität, eine fachmännische Wundbehandlung bzw. die Revitalisierung und Verjüngung von vernachlässigten, alten Obstbäumen und die Besonderheiten der Pflege des Altbestandes. Im Rahmen des globalen Insektensterbens bekam die Bedeutung von (Wild-) Bienen/Insekten für die Bestäubung und den Ernteertrag in diesem Seminar entsprechenden Freiraum.

Alle vermittelten Kursinhalte befähigen nun die Teilnehmer selbständig und zielgerichtet Obstbäume zu pflegen und zu schneiden. Das Wichtigste bei einer nachhaltigen und umfassenden Obstbaumpflege ist die Berücksichtigung aller theoretischen und praktischen Themenbereiche. Natürlich wurden den Seminarteilnehmern auch die Besonderheiten, wie z.B. geeignete Sortenwahl, Pflanzabstände und Bezugsquellen für den Anbau der verschiedenen Arten und Sorten von Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Walnuss, Aprikose, Pfirsich und Beerenobst vermittelt.

Rückblick

Termine

07. Dezember 2019 um 10:00
Obstbäume erfordern einen besonderen Schnitt. Mit dem richtigen Beschneiden zur rechten Zeit sorgt...
14. März 2020 um 15:00
Wir beantworten Fragen zum Schnitt junger und alter Obstbäume, zu alten Apfelsorten und zur...
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