Regionen

Vorbildliche Streuobstbestände in NRW

Alpen im Kreis WeselAlpen im Kreis Wesel

Die niederrheinische Streuobstwiese des NABU Alpen entstand 2011 auf rund 8.000 Quadratmetern eines ehemaligen Maisackers. Auf der „Ratsbongert“ genannten Streuobstwiese wachsen mittlerweile rund 160 Obstbäume alter hochstämmiger Obstbaumsorten wie Rote Sternrenette, Goldparmäne, Clapps Liebling und Boskoop.

Bruchhausen in ErkrathBruchhausen in Erkrath

Die Streuobstwiese am Naturschutzzentrum Bruchhausen bei Erkrath hat eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern. Zu den über 30 Obstsorten der Streuobstwiese gehören Danziger Kantapfel, Gravensteiner, Hauszwetsche, Rote Alkmene, Birne Gute Graue, Gräfin von Paris, Konstantinopeler Quitte und viele andere.

Eulenberg und Eitdorf RodderEulenberg und Eitdorf Rodder

Jahrelang lag die enorm verbuschte Obstwiese am Rande des Naturschutzgebietes Steinbruch Eulenberg/Hennef im Rhein-Sieg-Kreis brach. Doch im März 2015 hat sich der ansässige NABU Kreisverband der Wiese angenommen und zehn seltene Hochstamm-Obstbäume angepflanzt, darunter die kaum noch im freien Handel erhältlichen Sorten Mautapfel und Roter Bellefleur.

Fährwiese in KölnFährwiese in Köln

Nahe der Hitdorfer Rheinfähre liegt in Köln Worringen die Streuobstwiese „Fährwiese“ des NABU Stadtverbands Köln. Unter fachgerechter Pflege des NABU-Biotoppflegeteams hat sich die Wiese wieder zu einer vorbildlichen Fläche entwickelt. Neben rund 70 Hochstamm-Obstbäumen unterschiedlichen Alters ist die Obstwiese durch verschiedene Maßnahmen zudem wieder ökologisch aufgewertet worden. So haben viele kleine Tiere und Insekten wieder einen neuen Rückzugs- und Überwinterungsort gefunden. 

Familie Aschemeier im Kreis Minden-LübbeckeFamilie Aschemeier im Kreis Minden-Lübbecke

Die ausgezeichnete Streuobstwiese wurde auf Initiative der Familie Aschemeier bereits 2006 komplett neu angelegt. Auf einem Hektar Fläche sind insgesamt 62 Hochstamm-Obstbäume in vier Reihen angebaut. Die Fläche wird seit Jahren als extensive Schafweide genutzt, übrigens eine Ausnahme auf den überwiegend ackerbaulich genutzten Löß-Böden am Rande des Wiehengebirges.

Familie Brasse in IserlohnFamilie Brasse in Iserlohn

Auf der ca. 1,2 ha großen Streuobstwiese von Familie Brasse aus Iserlohn finden sich laut Sortenbestimmung des Pommologenvereins uralte und seltene Obstsorten. Dazu gehören u.a. die Birnensorten Münsterbirne, Josephine von Mecheln und Winternelis. Um den Bestand für die Zukunft zu sichern, werden seit 2016 Obst und Zweige für die Nachzucht genommen.

Familie Dorn in Siegen-WittgensteinFamilie Dorn in Siegen-Wittgenstein

Für ihre 17 hochstämmigen alten Obstbäume und selbstveredelten Sorten erhält diese rund 3300 Quadratmeter große Streuobstfläche in Siegen-Wittgenstein die Auszeichnung zum „Vorbildlichen Streuobstbestand“. Eine weitere Besonderheit ist, dass für die Produktion von Streuobstwiesen-Honig saisonal eigene Bienenvölker eingesetzt werden.

Familie Haaben in Olsberg-AssinghausenFamilie Haaben in Olsberg-Assinghausen

Im Hochsauerlandkreis wurde die Streuobstwiese der Familie Haaben in Assinghausen 2012 mit fachlicher Hilfe vom Verein Heesfelder Mühle e.V. gepflanzt. Auf ca. 1600 Quadratmetern stehen dort derzeit 15 Hochstamm-Obstbäume im Alter von 10-12 Jahren, deren Früchte ausschließlich für den Eigenverbrauch genutzt werden. Eine weitere Obstwiese ist bereits in Planung.

Familie Kemper/Steinnökel in BorgholzhausenFamilie Kemper/Steinnökel in Borgholzhausen

Die im Kreis Gütersloh am Fuße des Teutoburger Waldes angelegte Streuobstwiese der Familie Kemper umfasst rund 70-75 Obstbäume mit einer guten Mischung aus alten, neuen und regionalen Sorten. Hier legt man besonderen Wert auf einen gepflegten und regelmäßig geschnittenen Bestand. Zusätzlich pflegt eine kleine Rhönschafherde den Unterwuchs und trägt damit zum Erhalt dieser alten Schafsrasse bei.

Familie Krass in SendenhorstFamilie Krass in Sendenhorst

Diese vorbildliche münsterländische Streuobstwiese ist auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern angelegt. Hier sind 35 hochstämmige Obstbäume zu finden, darunter die bekannten Sorten Alkmene, Weißer Klarapfel, Holsteiner Cox, Dülmener Rose und weitere Birnen-, Mirabellen-, Zwetschgen-, Pfirsich- und Kirschbäume.

Familie Ochel in Olpe-WaukemickeFamilie Ochel in Olpe-Waukemicke

Bereits seit 2012 hegt und pflegt Familie Ochel Ihre nun vorbildliche sauerländische Streuobstwiese mit 35 Hochstamm-Obstbäumen auf einem ehemalig brachliegendem Grundstück von ca. 5.000 Quadratmetern. Neben den alten Obstsorten wie zum Beispiel Ontario, Malus Jakob Fischer,  Schneiders Späte Knorpel, Jonathan, Kaiser Wilhelm, Reglindis sind in den Folgejahren weitere interessante Obstbaumsorten hinzu gekommen.

Familie Röcher/Meisen in DottelFamilie Röcher/Meisen in Dottel

Die neu ausgezeichnete Streuobstwiese in der Nordeifel, Gemeinde Kall - Ortsteil Dottel hat eine Gesamtfläche von 0,8 Hektar. Hier stehen 34 Apfel-, 14 Birnensorten plus 10 pflaumenartige Sorten (Zwetschgen, Mirabellen und Reneclauden) sowie 3 Sorten Süß- und eine Sorte Sauerkirschen konzipiert als eine Art Sortengarten.

Familie Schüttler/Demmer in SterzenbachFamilie Schüttler/Demmer in Sterzenbach

Die neu ausgezeichnete Streuobstwiese der Familie Schüttler/Demmer gehört zu einer alten ehemaligen Hofanlage von 1776 im Bergischen Land in Reichshof-Sterzenbach. Auf rund 6.000 qm befinden sich regionale alte und neue Obstsorten, wie Schwarze Knorpelkirsche, Blutbirne, Keulemann, Jacob Label, Rote Sternrenette. Erst durch die Unterstützung von NABU, BSO und LVR haben die Besitzer des Hofes entdeckt, was für eine Kostbarkeit sie besitzen und freuen sich, diese pflegen und erhalten zu können.

Familie Thönes in ÖdinghausenFamilie Thönes in Ödinghausen

Direkt am Bergischen Panoramasteig im Ort Ödinghausen in der Gemeinde Nümbrecht liegt der Hof der Familie Thönes. Zu ihm gehören mehrere alte Obsthöfe, die auf einer Fläche von mehr als zwei Hektar rund um das Dorf verteilt sind. Schon im 19. Jahrhundert wurde der Obstanbau mit der Gründung einer Obstkrautfabrik ein fester Erwerbszweig neben der Landwirtschaft betrieben.

Familie Weller in Olsberg-AssinghausenFamilie Weller in Olsberg-Assinghausen

Die Streuobstwiese des Biohofs von Landwirt Markus Weller wurde 2011 mit über sechzehn biozertifizierten hochstämmigen Obstbäumen angepflanzt. Neben alten Obstsorten wie Danziger Kantapfel, Mirabelle von Nancy und anderen, ist der älteste Obstbaum die Gellerts Butterbirne, mit etwa 100 Jahren das Prachtstück auf der rund 5.000 qm großen vorbildlichen Streuobstwiese.

Hof Flörkemeier in KalletalHof Flörkemeier in Kalletal

Die nun neu ausgezeichnete Streuobstwiese auf dem Hof Flörkemeier in der Gemeinde Kalletal im Nordosten von NRW nimmt dreiviertel des landwirtschaftlich genutzten Grundstücks von 10.000 qm ein. Auf dem seit 1928 bestehenden Grünlandstandort wachsen 61 hochstämmige, fast ausschließlich alte regionale Obstbäume, darunter die Goldparmäne, die Biesterfelder Renette und die Mirabelle von Nancy.

Naturhof Kirsel in UedemNaturhof Kirsel in Uedem

Der Erlebnispädagogische Bauernhof „Naturhof Krisel“ in Uedem, Kreis Kleve, ist aus vielerlei Hinsicht einen Besuch wert: Neben einem reichhaltigen Angebot an Workshops wie "Saftpressen" aus privater Obstanlieferung oder einer "Höfetour", zeichnet sich der Hof insbesondere durch seine über 2 Hektar große Streuostwiese aus. In den Jahren 2003 und 2004 hat Landwirt Heinz van Bebber über 130 hochstämmige Obstbäume aus 25 verschiedenen regionalen Obstsorten angepflanzt.

Niederkassel und Niederkassel-OrtNiederkassel und Niederkassel-Ort

Die NABU Ortsgruppe Niederkassel im Rhein-Sieg-Kreis hat sich die Wiederherstellung und Pflege wertvoller Lebensräume zur Aufgabe gemacht. So betreut sie eine ca. 1ha große Streuobstwiesenfläche in Niederkassel mit 50 Hochstamm-Obstbäumen und einer umfangreichen Vogelschutzhecke, sowie eine weitere Wiese in Niederkassel-Ort mit etwa 0,35ha und 25 Obstbäumen.

RecklinghausenRecklinghausen

Die Streuobstwiese des NABU Stadtverbandes Recklinghausen umfasst eine Fläche von etwa 3,5 Hektar auf der über 100 Obstbäume, darunter regionale Hochstamm-Apfelsorten wie der Dülmener Herbstrosenapfel, Danziger Kantapfel und die Winterbergamotte, aber auch Hauszwetschen, Ludwigs Frühe Sauerkirsche, Mispeln und essbare Vogelbeeren, stehen. Gepflegt wird die einstige Ackerfläche seit 1988 von den ehrenamtlich Aktiven des NABU Recklinghausen.

Rheinischer ObstsortengartenRheinischer Obstsortengarten

In Wassenberg entsteht ein Garten für alte und fast verschwundene rheinische Obstsorten, der als bundesweit erstes NABU-Obstsortenparadies ausgezeichnet wurde. Mit der Anlage des Obstsortengartens sollen die vom Aussterben bedrohten Obstsorten des Rheinlandes dauerhaft gesichert und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Richstein in Siegen-WittgensteinRichstein in Siegen-Wittgenstein

Auf über 4000 Quadratmetern sind auf der Obstwiese Richstein in Siegen Wittgenstein 29 Obstsorten angebaut, darunter Sorten wie der Apfel Jakob Label, Rote Sternrenette und Mirabelle Von Nancy, aber auch die Große Schwarze Knorpelkirsche. Für die Vogel- und Insektenwelt wurden an umliegenden Hecken mehrere Nistkästen und Insektenhotels angebracht.

Urdenbacher KämpeUrdenbacher Kämpe

Die Biologische Station Haus Bürgel betreut Schutzgebiete der Stadt Düsseldorf und des Kreises Mettmann. Dazu zählt auch die einzigartige, gelegentlich überflutete Auenlandschaft der Urdenbacher Kämpe, die es in dieser paradiesischen Form zu bewahren gilt. Hier findet man u.a. seltene Vogelarten wie den Pirol oder die Nachtigall sowie auf den 20 ha Obstwiesenflächen rund 45 Obstsorten.

Streuobstbestände nach Regionen

Termine

07. Dezember 2019 um 10:00
Obstbäume erfordern einen besonderen Schnitt. Mit dem richtigen Beschneiden zur rechten Zeit sorgt...
14. März 2020 um 15:00
Wir beantworten Fragen zum Schnitt junger und alter Obstbäume, zu alten Apfelsorten und zur...
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