Zechenbahn Oer-Erkenschwick e.V./Biostation

FloraKaiser Wilhelm, Ontario, Dülmener Rosenapfel, Geheimrat Dr. Oldenburg, Rheinischer Bohnapfel, Roter Boskoop, Walnuss, Mispel, Hauszwetsche, Sauerampfer, Schachtelhalm, Schafgarbe, Wiesenampfer, Kamille, Johanniskraut
FaunaBuntspecht, Fledermaus, Erdkröte, Igel, Kleiber, Blaumeise, Bläuling, Rotkehlchen, Wildbiene
Auszeichnung der Biostation Oer-Erkenschwick
Auszeichnung der Biostation Oer-Erkenschwick © Lena Hölzer

Freunde der ehemaligen Zechenbahn e.V., ist ein von Bergleuten gegründeter Verein zur Erhaltung der Erinnerung an den Bergbau aber auch zum Erhalt unserer schönen Natur in einer alten Kohlenmetropole. So hat der Verein eine Streuobstwiese angelegt und betreut diese seit 30 Jahren. Regelmäßig weden Neupflanzungen vorgenommen.

Der Nachwuchs steht dem Verein besonders nahe, gilt es doch das Fachwissen der Älteren nicht zu konservieren, sondern an die Jugend weiterzugeben und dies möglichst auf spannende und interessante Weise. Die Männer der Biostation sind keine ausgebildeten Biologen mit akademischen Graden. Sie haben aber durch ihre praktischen Tätigkeiten in Kleingärten und anderen Vereinen, die sich mit der Tier- und Pflanzenwelt beschäftigen, Kenntnisse erworben, die das Wesentliche ihrer Arbeit bestimmen. Diese Kenntnisse werden vermittelt, indem Besuchergruppen (Schulklassen, Kindergartengruppen) auf die Wiese geführt werden, um die Natur durch Anfassen, Beobachten, Riechen und Hören zu begreifen. Die Streuobstwiese mit einem Baumbestand von über 40 Bäumen (50% Altbestand) besteht seit 30 Jahren und wird von den Mitgliedern gepflegt.

Wir beabsichtigen, den Insekten nach der bereits umgesetzten Schaffung von Wohnraum auch das geeignete Nahrungsangebot in Form von Blumen- und Kräuterinseln in diesem von uns betreuten Areal zu bieten. Hierzu wurden mehrere Pflanzeninseln in der naturbelassenen Wiese eingerichtet, in denen für unsere heimischen Insekten ein Mix aus Sträuchern, Stauden und Kräutern gepflanzt wurden. Dabei wird der Futterbedarf sowohl von erwachsenen Tieren als auch der ihrer Larven berücksichtigt. Das können bunte Blumen, aber auch für das menschliche Auge eher unscheinbare Pflanzen sein, sowie bestimmte Straucharten, die alle ihren wertvollen Beitrag in der Natur leisten. Wir hoffen, durch ausgesuchte Pflanzenarten möglichst unterschiedliche Insekten in unseren Garten zu locken, um deren Fortbestand zu sichern.

Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf den Erhalt seltener Schmetterlingsarten, wie z.B. der große Fuchs, die wir im vergangenen Jahr hier beobachten konnten.

Eine weitere, wichtige Aufgabe unserer Station sehen wir darin, unsere zahlreichen, menschlichen Besucher von der Artenvielfalt und Schönheit der Tiere und Pflanzen zu begeistern. Alle Gewächse im Insektengarten werden mittels Beschilderung benannt und als Futterpflanze beschrieben. Damit wird der Insektengarten gleichzeitig zum Lehrgarten und zur sinnvollen Erweiterung unseres bereits existierenden, offenen Klassenzimmers für Schulen, Kindergärten und alle interessierten, naturliebenden Besucher. Unser Projekt leistet damit einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Insekten und ganz allgemein dem Artenerhalt sowie der anhand vorzeigbarer Beispiele anschaulichen Information unserer Gäste über Zusammenhänge im Naturhaushalt (z.B. Nahrungskette Insekten - Vögel).

Kontakt

Freunde der ehem. Zechenbahn Oer-Erkenschwick e.V.
An der Zechenbahn 21-23
45739 Oer-Erkenschwick
ludrescher@t-online.de

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Gebiete in der Nähe

Auszeichnung der NABU Gruppe © Sevil Yıldırım

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Die Streuobstwiese des NABU Stadtverbandes Recklinghausen umfasst eine Fläche von etwa 3,5 Hektar auf der über 100 Obstbäume, darunter regionale Hochstamm-Apfelsorten wie der Dülmener Herbstrosenapfel, Danziger Kantapfel und die Winterbergamotte, aber auch Hauszwetschen, Ludwigs Frühe Sauerkirsche, Mispeln und essbare Vogelbeeren, stehen. Gepflegt wird die einstige Ackerfläche seit 1988 von den ehrenamtlich Aktiven des NABU Recklinghausen.

Mächtige und gepflegte Obstbäume © Wolfgang Brasse

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Auf der ca. 1,2 ha großen Streuobstwiese von Familie Brasse aus Iserlohn finden sich laut Sortenbestimmung des Pommologenvereins uralte und seltene Obstsorten. Dazu gehören u.a. die Birnensorten Münsterbirne, Josephine von Mecheln und Winternelis. Um den Bestand für die Zukunft zu sichern, werden seit 2016 Obst und Zweige für die Nachzucht genommen.

Streuobstwiese Graumann © Eva Lisges

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Familie Graumann kaufte 2017 eine sehr vernachlässigte Streuobstwiese in Iserlohn. Mit viel Engagement und Herzblut wurden die Altbestände gepflegt, Neupflanzungen vorgenommen und das Obst geerntet. Mittlerweile ist eine Vielfalt an weiteren Obstsorten auf der Wiese hinzugekommen.

Schülerin Bartholomäusschule © Lena Hölzer

Die Streuobstwiese in Iserlohn-Oestrich wurde 2004 vom Heimatverein Ortsring Oestrich e.V. angelegt. Über 20 [...]

Die Streuobstwiese in Iserlohn-Oestrich wurde 2004 vom Heimatverein Ortsring Oestrich e.V. angelegt. Über 20 verschiedene alte Obstsorten können auf der Wiese entdeckt werden. Kinder von der benachbarten Schule lernen dort regelmäßig auf spielerische Art den Lebensraum Streuobstwiese kennen.

Pferde auf der Streuobstwiese © Kerstin Ehrenbogen

Gut Zehnthof war bisher als Ort für duftendes Steinofenbrot oder romantische Trauungs-Zeremonien bekannt. Der in einem [...]

Gut Zehnthof war bisher als Ort für duftendes Steinofenbrot oder romantische Trauungs-Zeremonien bekannt. Der in einem kleinen Tal an der Grenze zwischen Ratingen und Heiligenhaus gelegene Pferdehof hat jedoch noch mehr zu bieten: auf der ca. 3.000 ha großen Streuobstwiese mit 30 Obstbäumen findet man noch alte Sorten wie Prinz Albrecht von Preußen, Danziger Kantapfel, Winterglockenapfel oder Jakob Lebel.