Familie Krass in Sendenhorst

FloraAlkmene, Roter Berlepsch, Rote Sternrenette, Gravensteiner, Holsteiner Cox, Boskoop, Winterrambur, Weißer Klarapfel, Rotklee, Löwenzahn
FaunaGrünspecht, Bläuling, Mauersegler, Turmfalke, Zwergfledermaus
Streuobstwiese in Sendenhorst
Streuobstwiese in Sendenhorst © Konstantin Krass

Diese private und nicht öffentliche münsterländische Streuobstwiese in Sendenhorst im Kreis Warendorf ist auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern angelegt. Zu finden sind hier 35 hochstämmige Obstbäume, darunter die bekannten Sorten Alkmene, Weißer Klarapfel, Holsteiner Cox, Dülmener Rose und weitere alte Birnen-, Mirabellen-, Zwetschgen-, Pfirsich- und Kirschbäume.

Regelmäßige Nachpflanzungen werden durch selbst veredelte Obstsorten der bestehenden Sorten vorgenommen. Zwei von 35 Obstsorten sind bereits über 50 Jahre alt und alle Bäume werden selbstverständlich regelmäßig geschnitten. Einige Bäume mit Sturmschäden von 2018 werden als Totholz liegen gelassen und dienen somit als Nistplatz-und Brutplatz für diverse Gliederfüßer oder Fledermäuse. Auch Insektenhotels sind verteilt auf der Obstwiese zu finden. Zudem sind zusätzlich Nistplätze für Steinkauz und Schleiereule angebracht. Die Unternutzung der Wiese erfolgt durch Beweidung von Galloway-Rindern. Das Obst der Wiesen wird regelmäßig geerntet und für den Eigenbedarf eingelagert und zu Saft bzw. Marmelade verarbeitet.

Im Rahmen des Projektes Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW hatte sich zur Verleihung der Auszeichnung zum „Vorbildlichen Streuobstwiesenbestand“ auf dem Hof der Familie Watermann-Krass hoher Besuch aus Berlin eingefunden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreichte zusammen mit dem Landesvorsitzenden des NABU NRW, Josef Tumbrinck, die mitgebrachte Plakette und Urkunde an den Sohn der SPD-Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass, den Umweltingenieur und Streuobstwiesenbesitzer Constantin Krass.

Bei der Übergabe anwesend waren u.a. auch die Kooperationspartner: Der WLV-Kreisvorsitzende Herman-Josef Schulze-Zumloh, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Franz Stockmann und die Vertreter der NAJU Ahlen Mirela Müller und David Pannock.

Auf dieser Veranstaltung unterstrich Landschaftsvertreter Herman-Josef Schulze Zumloh erneut, dass die Bauern gerne als Partner des Naturschutzes aktiv werden würden. Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass ergänzte, dass es für den Naturschutz als gesellschaftlich gewollte Leistung für die Landwirte eine Gegenleistung geben müsse. Schließlich sei NRW das einzige Bundesland, in dem Landwirte und Naturschützer eine Vereinbarung unterschrieben hätten, dass Streuobstbestände nicht unter 5 Prozent der gesamtlandwirtschaftlichen Fläche fallen dürfen. Die Bundesumweltministerin gutierte das Gesagte abschließend mit den Worten „Wir wollen uns alle darum kümmern“.

 

 

Kontakt

Constantin Krass
Zur Angel 15
48324 Sendenhorst
c.krass@gmx.de

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