Familie Schüttler/Demmer in Sterzenbach

Flora Schwarze Knorpelkirsche, Hauszwetsche, Lindlarer Blaue Pflaume, Blutbirne, Schafsnase, Keulemann, Jakob Lebel, Rote Sternrenette, Grahams Jubiläumsapfel, Winterrambur, Tulpenapfel, Roter Augustiner, Paafenapfel, Bäumchensapfel, Doppelter Neuhäuser, Luxemburger Triumph, Alte Luxemburger Renette, Rheinisches Seidenhemdchen, Schöner aus Burscheid
Fauna Grünspecht, Kleiber, Star, Buntspecht, Amsel, Bläuling, Schachbrettfalter, Großes Ochsenauge, Admiral, Mauersegler, Igel, Wildbiene, Fledermaus
Bald sind sie reif
Bald sind sie reif © Kristina Schüttler

Die neu ausgezeichnete Streuobstwiese der Familie Schüttler/Demmer gehört zu einer alten ehemaligen Hofanlage von 1776 im Bergischen Land in Reichshof-Sterzenbach. Seit 1870 befindet sich der traditionsbewusste Hof im Besitz der Familie Demmer. Schon der Großvater des Eigentümers hatte die ältesten der bestehenden Obstbäume vor ca. 90 Jahren gepflanzt. Ursprünglich verlief die Streuobstwiese bis zum Wohnhaus, wobei die jetzige Größe von rund 6.000 qm vor rund 35 Jahren abgezäunt wurde, da sie von Rindern eines hiesigen Landwirtes beweidet wird. Derzeit befinden sich 35 Obstbäume auf der Wiese, davon gehören 15 Bäume zum alten Bestand. Zwischen Wohnhaus und Streuobstwiese stehen neben weiteren Obstbäumen zwei sehr alte Walnussbäume, ein kleiner Buchenhain mit Totholz- und Reisighaufen, zahlreiche 'Inseln', die nicht gemäht werden und wo viele heimische Kräuter, Weißdorn- und Haselnussbüsche, Farne, Brom- und Himbeeren und auch Brennnesseln wachsen. Hier hat sich auch ein Ameisenstaat mit großem Ameisenhaufen angesiedelt.

Da die alten Bäume immer öfter Opfer von Herbststürme wurden, entschieden die Eigentümer 2008, sich beim NABU Oberberg um eine EU-finanzierte Obstbaumpflegemaßnahme zu bewerben. Sie wurde bewilligt und war eigentlich der Beginn der Wiederbelebung der alten Wiesenflächen. Zwei Jahre später veröffentlichten LVR und Biologische Station Oberberg das Handbuch 'Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland - vom Aussterben bedroht' und die feierliche Vorstellung des Buches fand auf der Obstwiese statt. Zu diesem Anlass wurden von BSO, bzw. ausgeführt durch den NABU Oberberg,16 hochstämmige Apfelbäume der lokalen Sorten gepflanzt und in den Folgejahren gepflegt. Weitere regionale Obstbäume wurden 2015 in Eigeninitiative gepflanzt. Wobei der gute Kontakt zur BSO sehr hilfreich war. In diesem Jahr hat sich Familie Demmer/Schüttler beim LVR um Pflanzgut beworben und bald werden auch 5 kleine Birnen-, Zwetschgen- und Kirschbäume einen passenden Platz bekommen.

Auch für die hiesige Vogelwelt, immer seltener werdende Wildbienen und Fledermäuse wird hier etwas getan. Viele Nisthilfen, einen ganz kleinen Teich, zwei Totholzbäume und einen größeren Steinhaufen hat man angelegt, so dass sich hier den Jahreszeiten entsprechend viele Vögel, Insekten und Schmetterlinge tummeln, die vor dem Zaun zur Wiese nicht Halt machen.

Ab 2020 plant man sogar für die Bestäubung der Obstbäume den Einsatz von eigenen Bienenvölkern. Derweil erfreut man sich an all den geernteten Kirschen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen, die frisch verzehrt, eingekocht, getrocknet, eingefroren und zu Marmelade, Nachtisch und Kuchen verarbeitet werden. Das restliche Birnen- und Apfelfallobst wird dann zur hiesigen Fruchtsaftkelterei gebracht. So kann die Familie Natursaft das ganze Jahr über genießen.

Kontakt

Kristina Schüttler und Christoph Demmer
51580 Reichshof-Sterzenbach

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