Quantenberg in Mettmann

FloraCroncels, Goldparmäne, Weißer Klarapfel, Ontario, Rheinischer Bohnapfel, Roter Boskoop, Roter Berlepsch, Rote Sternrenette, Speierling, Faulbaum, Brombeere, Wiesenkerbel, Wiesenbärenklau, Wiesenampfer, Notarisappel, Tydeman`s Early Worcester
FaunaBlaumeise, Igel, Kohlmeise, Heckenbraunelle, Grünspecht, Buntspecht, Zaunkönig, Erdkröte, Grasfrosch, Bläuling, Admiral, Wildbiene
Beim Imkern
Beim Imkern © G. Krabbe

Durch fachgerechte Pflege, wie Schnitt der unterschiedlich alten Hochstämme auf Langlebigkeit nach Oeschberg-Palmer, Nachpflanzung von jungen Hochstämmen, Grasmahd mit Sense und Kreiselmäher, Aufhängung von Nistkästen, Belassen von Totholz und Aufbau einer Benjes-Hecke hat sich der Zustand der Streuobstwiese in den letzten Jahren erholt. Sie ist in Mettmann von einzigartiger Stellung, da es keine weitere Fläche mit dieser Obhut in Mettmann gibt. Das Kulturbiotop wertet am westlichen Rand von Mettmann das Umfeld zwischen Naturschutzgebiet Laubach und der Wohnsiedlung Katershöhe und Laubacher Feld auf. Die Pflanzung von Steinobstsorten ist für ehemalige Apfelbaumstandorte angedacht.

Seit 2012 befinden sich vier Bienenvölker auf der Wiese. Die Bienenhaltung leitet uns an, die Natur intensiver wahrzunehmen, da die Blüte vieler Pflanzen, die Wetterentwicklung, die klimabedingten Temperaturschwankungen, die Jahreszeiten und auch Umweltveränderungen genauer beobachtet werden. Die Imkerei macht für den Schutz anderer Insekten empfänglich. Es sind vor allem Wildbienen und Schwebefliegen, neben den Honigbienen, die Kulturpflanzen und andere Pflanzen bestäuben.

Alte Apfelsorten und die Imkerei wecken großes Interesse bei den Menschen aus der Nachbarschaft. Alte Apfelsorten bieten nicht nur mehr genetische Vielfalt als Neuzüchtungen, sondern auch eine Vielfalt an Aromen und Verarbeitungsmöglichkeiten. Das geerntete Obst ist ein hochwertiges regionales Lebensmittel ohne lange Transportwege.

Eine extensiv bewirtschaftete regionale Kulturlandschaft hat eine wesentliche Bedeutung für eine nachhaltige, klimafreundliche und nicht profitorientierte Zukunft.

Neben der beispiellosen ökologischen Qualität haben Streuobstwiesen noch eine andere erstaunliche Eigenschaft. Sie ermöglichen eine ästhetische Betrachtungsweise: Ausgedehnte Streuobstbestände mit ihren weiten Baumabständen und ihren unterschiedlichen Kronenformen lenken unser Auge und machen somit die Tiefe der Landschaft räumlich erfahrbar. Diese beglückende und erhabene Natur-Erfahrung steht im Gegensatz zu der Tristesse, die sich einstellt, wenn man sich durch die grünen artenarmen Wüsten der industriellen Landwirtschaft und denen der Forstwirtschaft bewegt.

Gürtel aus Streuobstbeständen sind und bleiben eine zukunftsweisende Bewirtschaftungsform in der freien Landschaft und am Rand von Siedlungen. Das extensive Kulturbiotop fördert in Ballungsräumen auch den Zusammenhalt einer vielfältigen Gesellschaft, wie das zunehmende Interesse an Umweltbildung zum Thema Streuobstwiesen zeigt. Auf der Streuobstwiese Quantenberg finden Veranstaltungen zur Umweltbildung für Kindergärten und auch für Menschen mit Migrationshintergrund statt. Jedes Jahr im März bieten wir einen Schnittkurs an und beantworten Fragen zu alten Sorten und zur Bienenhaltung.

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(v.l.) J.Tumbrinck, B.May, K.Blomenkamp, R.Späth, C.Schultz, S.Yıldırım, G.Rosendahl, W.Schmidt © Reinhard Herder

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Die Streuobstwiese am Naturschutzzentrum Bruchhausen bei Erkrath hat eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern. Zu den über 30 Obstsorten der Streuobstwiese gehören Danziger Kantapfel, Gravensteiner, Hauszwetsche, Rote Alkmene, Birne Gute Graue, Gräfin von Paris, Konstantinopeler Quitte und viele andere.

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Die Biologische Station Haus Bürgel betreut Schutzgebiete der Stadt Düsseldorf und des Kreises Mettmann. Dazu zählt auch die einzigartige, gelegentlich überflutete Auenlandschaft der Urdenbacher Kämpe, die es in dieser paradiesischen Form zu bewahren gilt. Hier findet man u.a. seltene Vogelarten wie den Pirol oder die Nachtigall sowie auf den 20 ha Obstwiesenflächen rund 45 Obstsorten.

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Nahe der Hitdorfer Rheinfähre liegt in Köln Worringen die Streuobstwiese „Fährwiese“ des NABU Stadtverbands Köln. Unter fachgerechter Pflege des NABU-Biotoppflegeteams hat sich die Wiese wieder zu einer vorbildlichen Fläche entwickelt. Neben rund 70 Hochstamm-Obstbäumen unterschiedlichen Alters ist die Obstwiese durch verschiedene Maßnahmen zudem wieder ökologisch aufgewertet worden. So haben viele kleine Tiere und Insekten wieder einen neuen Rückzugs- und Überwinterungsort gefunden. 

Auszeichnung der NABU Gruppe © Sevil Yıldırım

Die Streuobstwiese des NABU Stadtverbandes Recklinghausen umfasst eine Fläche von etwa 3,5 Hektar auf der über 100 [...]

Die Streuobstwiese des NABU Stadtverbandes Recklinghausen umfasst eine Fläche von etwa 3,5 Hektar auf der über 100 Obstbäume, darunter regionale Hochstamm-Apfelsorten wie der Dülmener Herbstrosenapfel, Danziger Kantapfel und die Winterbergamotte, aber auch Hauszwetschen, Ludwigs Frühe Sauerkirsche, Mispeln und essbare Vogelbeeren, stehen. Gepflegt wird die einstige Ackerfläche seit 1988 von den ehrenamtlich Aktiven des NABU Recklinghausen.

Apfelblüte © Sevil Yıldırım

Die niederrheinische Streuobstwiese des NABU Alpen entstand 2011 auf rund 8.000 Quadratmetern eines ehemaligen [...]

Die niederrheinische Streuobstwiese des NABU Alpen entstand 2011 auf rund 8.000 Quadratmetern eines ehemaligen Maisackers. Auf der „Ratsbongert“ genannten Streuobstwiese wachsen mittlerweile rund 160 Obstbäume alter hochstämmiger Obstbaumsorten wie Rote Sternrenette, Goldparmäne, Clapps Liebling und Boskoop.