Urdenbacher Kämpe

Flora Kopfweide, Haselnuss, Kornelkirsche, Rote Sternrenette, Gravensteiner, Danziger Kantapfel, Kaiser Wilhelm, Zuccalmaglios Renette
Fauna Admiral, Zitronenfalter, Honigbiene, Wildbiene, Steinkauz, Pirol, Kuckuck, Nachtigall, Gelbspötter
Verschiedene Apfelsorten
Verschiedene Apfelsorten © Lara Milles

Die Biologische Station Haus Bürgel betreut Schutzgebiete der Stadt Düsseldorf und des Kreises Mettmann und gehört in Nordrhein Westfalen zu einem Netzwerk von 40 Stationen. Um diese Naturschätze wie auch die Urdenbacher Kämpe zu bewahren und um die gewachsene Kulturlandschaft zu erhalten und zu entwickeln, wurde im Jahr 1991 die Biologische Station als gemeinnütziger Verband gegründet.

Die Ziele der Station sind in den Aufgaben verwoben, indem sie Arten-und Biotopschutz betreiben. Zu diesen Aufgaben gehören unter anderem: neue Naturoasen entwickeln; Behörden, Firmen und Landwirte beraten und Informationsveranstaltungen und Umweltbildung anbieten.

Die Landschaft der Urdenbacher Kämpe gehört zu denAuenlandschaften am Niederrhein, die regelmäßig überflutet werden und somit eine Vielfalt an Artenreichtum bietet. Es ist eine der letzten am Niederrhein und beherbergt Vogelarten wie den Pirol, Kuckuck, Nachtigall, Gelbspötter und Steinkauz. Von den Pflanzenarten ist die Kopfweide, Haselnuss, Kornelkirsche und viele verschiedene Obstsorten in den Obstwiesenflächen vertreten. Mit über 45 Obstsorten wie Danziger Kantapfel, Rote Sternrenette, Zucchalmaglio Renette, Gravensteiner, Bananenapfel, Birnensorten und Zwetschen sind in den Streuobstwiesen der Urdenbacher Kämpe von etwa 20 Hektar sehr gut aufgestellt. In diesem kleinen Stück des Paradieses am Niederrhein sind Vogelstimmenwanderungen, Exkursionen, Obstblütenwanderung, die Welt der Kleintiere erfahren und weitere Veranstaltungen geradezu ein optimaler Ort für naturbegeisterte Menschen.

Auf Haus Bürgel wurde seit 1995 eine Musterobstwiese angelegt. Die Geschichte des Obstbaus vom Holzapfel, Hochstamm, Halbstamm bis Spalierobst ist zu sehen. Auf einem Baum wurden zwei Sorten veredelt, als Variante, falls der eigene Garten klein ist. Es wurden hauptsächlich alte zum Teil regionale Apfel- und Birnensorten angebaut, dazu Kirschen und Pflaumen. Der berühmteste Apfel ist der Kaiser Wilhelm, der im 19ten Jahrhundert als Zufallssämling im Garten von Haus Bürgel gefunden worden ist. Sortenschilder liefern Hintergrundinformationen zu den Sorteneigenschaften. Die Biologische Station führt regelmäßig Schnittkurse durch und Besucher können bei Sortenkursen Ihre Lieblingssorte probieren. Die NRW-Stiftung als Eigentümerin von Haus Bürgel unterstützt die Pflege dieser Anlage.

Damit sich die Pflege und Ernte der hochstämmigen Obstbäume wieder wirtschaftlich lohnt, erhalten die Landwirte bei dem "Trink-Mit"-Projekt der "Streuobst Initiative Niederberg" für ihre Äpfel einen höheren Preis. Sie zahlt für Obst von ungespritzten, hochstämmigen Beständen etwa das Doppelte des marktüblichen Preises. Nur so ist langfristig der Erhalt dieses ökologisch wertvollen Lebensraumes gewährleistet. Das Obst wird in der Heiligenhauser Süßmosterei Dalbeck gesondert verarbeitet. Durch den Genuss des wohlschmeckenden, naturtrüben Saftes fördern die Verbraucherinnen und Verbraucher den Erhalt der heimischen Obstwiesen.

Kontakt

Biologische Station Haus Bürgel
Urdenbacher Weg
40789 Monheim am Rhein
0211-9961212
www.biostation-d-me.de
info@biostation-D-Me.de

Biologische Station Haus Bürgel

Route berechnen

Gebiete in der Nähe

(v.l.) J.Tumbrinck, B.May, K.Blomenkamp, R.Späth, C.Schultz, S.Yıldırım, G.Rosendahl, W.Schmidt © Reinhard Herder

Die Streuobstwiese am Naturschutzzentrum Bruchhausen bei Erkrath hat eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern. Zu den [...]

Die Streuobstwiese am Naturschutzzentrum Bruchhausen bei Erkrath hat eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern. Zu den über 30 Obstsorten der Streuobstwiese gehören Danziger Kantapfel, Gravensteiner, Hauszwetsche, Rote Alkmene, Birne Gute Graue, Gräfin von Paris, Konstantinopeler Quitte und viele andere.

Wiesenmahd © NABU Köln

Nahe der Hitdorfer Rheinfähre liegt in Köln Worringen die Streuobstwiese „Fährwiese“ des NABU Stadtverbands Köln. Unter [...]

Nahe der Hitdorfer Rheinfähre liegt in Köln Worringen die Streuobstwiese „Fährwiese“ des NABU Stadtverbands Köln. Unter fachgerechter Pflege des NABU-Biotoppflegeteams hat sich die Wiese wieder zu einer vorbildlichen Fläche entwickelt. Neben rund 70 Hochstamm-Obstbäumen unterschiedlichen Alters ist die Obstwiese durch verschiedene Maßnahmen zudem wieder ökologisch aufgewertet worden. So haben viele kleine Tiere und Insekten wieder einen neuen Rückzugs- und Überwinterungsort gefunden. 

Bäume im Frühling © NABU Niederkassel

Die NABU Ortsgruppe Niederkassel im Rhein-Sieg-Kreis hat sich die Wiederherstellung und Pflege wertvoller Lebensräume [...]

Die NABU Ortsgruppe Niederkassel im Rhein-Sieg-Kreis hat sich die Wiederherstellung und Pflege wertvoller Lebensräume zur Aufgabe gemacht. So betreut sie eine ca. 1ha große Streuobstwiesenfläche in Niederkassel mit 50 Hochstamm-Obstbäumen und einer umfangreichen Vogelschutzhecke, sowie eine weitere Wiese in Niederkassel-Ort mit etwa 0,35ha und 25 Obstbäumen.

Apfelsorten © Th. Wiegers

In Wassenberg entsteht ein Garten für alte und fast verschwundene rheinische Obstsorten, der als bundesweit erstes [...]

In Wassenberg entsteht ein Garten für alte und fast verschwundene rheinische Obstsorten, der als bundesweit erstes NABU-Obstsortenparadies ausgezeichnet wurde. Mit der Anlage des Obstsortengartens sollen die vom Aussterben bedrohten Obstsorten des Rheinlandes dauerhaft gesichert und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Apfelblüte © Sevil Yıldırım

Die niederrheinische Streuobstwiese des NABU Alpen entstand 2011 auf rund 8.000 Quadratmetern eines ehemaligen [...]

Die niederrheinische Streuobstwiese des NABU Alpen entstand 2011 auf rund 8.000 Quadratmetern eines ehemaligen Maisackers. Auf der „Ratsbongert“ genannten Streuobstwiese wachsen mittlerweile rund 160 Obstbäume alter hochstämmiger Obstbaumsorten wie Rote Sternrenette, Goldparmäne, Clapps Liebling und Boskoop.