Alpen im Kreis Wesel

Flora Rote Sternrenette, Goldparmäne, Clapps Liebling, Roter Bellefleur, Kaiser Wilhelm, Boskoop
Fauna Grünspecht, Bläuling, Deutsche Wespe, Wildbiene, Igel
Rote Sternrenette
Rote Sternrenette © Sevil Yıldırım

Bei zwei Kartierungen der Alpener Streuobstwiesen durch den NABU Alpen wurde ein erheblicher Rückschritt festgestellt. Von 240 Streuobstwieseneinzelflächen im Jahre 1993 schrumpften die Flächen innerhalb von 15 Jahren auf 180 Einzelflächen. Das entspricht einem Obstwiesenrückgang von 25%. Die Hälfte der verbliebenen Streuobstwiesen waren überaltert, Nachpflanzungen und notwendige Pflegeschnitte fehlten.

Die nun ausgezeichnete „vorbildliche Streuobstwiese“ in Alpen hat ein hohes Maß an Entwicklungspotenzial und leistet so einen erheblichen Beitrag, nicht nur zum Erhalt von niederrheintypischen Landschaftselementen sondern auch zum aktiven Klimaschutz, zur regionalen Vermarktung, zur Tourismusförderung und  zum bürgerschaftlichen und gemeinschaftsbildenden Engagement.

Im Bereich der Umweltbildung gibt es eine aktive Zusammenarbeit mit der örtlichen Sekundarschule, die beispielsweise ein Wildbienenhotel gestiftet hat und dieses auch betreut.

Der regionale Imkerverein betreut auf dem Ratsbongert zwei Bienenvölker. Die Naturschutzstiftung Niederrhein hat 2017 in Kooperation mit der Gemeinde Alpen auf der Fläche eine Wildblumenwiese angelegt.

Entwickelt wird die Streuobstwiese über Obstbaumpatenschaften. Der Pate finanziert nicht nur den Baum sondern sorgt mit seiner Spende auch für Pflege- und Erziehungsschnitte über 10 Jahre. Dieses Angebot wird bei Hochzeiten, Kindstaufen und runden Jubiläen als nachhaltiges Geschenk gerne genutzt. Interessierte Naturfreunde können beim NABU Alpen weitere Obstbaum-Patenschaften erwerben und so den Erhalt der dortigen Streuobstwiese unterstützen.

Ein besonderes Highlight ist das seit 2013 jährlich stattfindende Streuobstwiesenfest jeweils am letzten Sonntag im September. Ein großer Bauernmarkt mit zahlreichen Angeboten rund um Streuobstwiesen, ein Kunsthandwerkermarkt, zahlreiche Essens- und Getränkestände mit regionalen Spezialitäten sowie ein erlesenes Livemusikprogramm laden zum Verweilen und Genießen ein.
Das Grundstück liegt zwischen der Weseler Str. (B58) und dem Mittelweg, zwischen Dahlackerweg und Rathausstraße in Alpen.

Kontakt

NABU Alpen / Christian Chwallek
Am Felddrain 1a
46519 Alpen
02802-80427
christian.chwallek@web.de

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Lebensraum Streuobstwiese © Simon van de Loo

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Der Erlebnispädagogische Bauernhof „Naturhof Krisel“ in Uedem, Kreis Kleve, ist aus vielerlei Hinsicht einen Besuch wert: Neben einem reichhaltigen Angebot an Workshops wie "Saftpressen" aus privater Obstanlieferung oder einer "Höfetour", zeichnet sich der Hof insbesondere durch seine über 2 Hektar große Streuostwiese aus. In den Jahren 2003 und 2004 hat Landwirt Heinz van Bebber über 130 hochstämmige Obstbäume aus 25 verschiedenen regionalen Obstsorten angepflanzt.

Pferde auf der Streuobstwiese © Kerstin Ehrenbogen

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Gut Zehnthof war bisher als Ort für duftendes Steinofenbrot oder romantische Trauungs-Zeremonien bekannt. Der in einem kleinen Tal an der Grenze zwischen Ratingen und Heiligenhaus gelegene Pferdehof hat jedoch noch mehr zu bieten: auf der ca. 3.000 ha großen Streuobstwiese mit 30 Obstbäumen findet man noch alte Sorten wie Prinz Albrecht von Preußen, Danziger Kantapfel, Winterglockenapfel oder Jakob Lebel.
 

Ernte am Ontario © A. Walker

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Seit 2007 pflegen Gunnar Krabbe und Astrid Walker die Streuobstwiese Quantenberg im Niederbergischen Land. Der circa 2500 m² große Kulturbiotop befindet sich zwischen Südring und Mettmann West nahe des Naturschutzgebietes Laubach am Rand einer Wohnsiedlung.

Recklinghausen

47.1 km
Auszeichnung der NABU Gruppe © Sevil Yıldırım

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Die Streuobstwiese des NABU Stadtverbandes Recklinghausen umfasst eine Fläche von etwa 3,5 Hektar auf der über 100 Obstbäume, darunter regionale Hochstamm-Apfelsorten wie der Dülmener Herbstrosenapfel, Danziger Kantapfel und die Winterbergamotte, aber auch Hauszwetschen, Ludwigs Frühe Sauerkirsche, Mispeln und essbare Vogelbeeren, stehen. Gepflegt wird die einstige Ackerfläche seit 1988 von den ehrenamtlich Aktiven des NABU Recklinghausen.

(v.l.) J.Tumbrinck, B.May, K.Blomenkamp, R.Späth, C.Schultz, S.Yıldırım, G.Rosendahl, W.Schmidt © Reinhard Herder

Die Streuobstwiese am Naturschutzzentrum Bruchhausen bei Erkrath hat eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern. Zu den [...]

Die Streuobstwiese am Naturschutzzentrum Bruchhausen bei Erkrath hat eine Fläche von etwa 3000 Quadratmetern. Zu den über 30 Obstsorten der Streuobstwiese gehören Danziger Kantapfel, Gravensteiner, Hauszwetsche, Rote Alkmene, Birne Gute Graue, Gräfin von Paris, Konstantinopeler Quitte und viele andere.